Leserbrief zum Artikel “Beim Genderkongress fürchtet man(n) Feministinnen” der NN vom 10. Mai 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

danke für Ihren Artikel am 10.05. in der NN zum Thema Genderkongress. Einige Punkte sind dort offensichtlich nicht ganz zutreffend wiedergegeben: 
 
Nicht ich persönlich bin Veranstalter des Genderkongresses, sondern unser Verein Väter-Netzwerk e.V. aus Nürnberg, dem ich als zweiter Vorstand verpflichtet bin. Unser Verein ist überwiegend bundespolitisch vernetzt und weniger über die regionale Politik, die auf die familienspezifischen Problematiken wenig Einfluss hat. Daher ist die Darstellung richtig, dass wir wenig Nürnberger Politiker eingeladen haben. Diese können zu diesen Themen auch sehr wenig beitragen, da Ihnen zum Teil der Einfluss und die Kompetenz fehlen. Ihre Darstellung, dass wir unredlich arbeiten ist daher falsch und das teilte ich Ihnen bereits im Gespräch mit. Warum Sie dennoch so tun, als würden wir etwas Unredliches tun, ist unbegreiflich. Dieser Kongress ist weder frauenfeindlich oder rechtsextrem noch homophob!

Zu dem Kongress wurden Vertreter aller großen Parteien eingeladen. Nur kommen diese nicht alle aus Nürnberg, sondern sind auf Landes-, Bundes- und Europaebene aktiv. Familienministerin Manuela Schwesig hatte an der Teilnahme Interesse und ließ sich entschuldigen, nur wegen der NRW-Landtagswahl. Hier gab es keine Ablehnung aufgrund der Themen des Genderkongresses. 

Weiter will ich deutlich sagen, dass unser Verein nicht frauenfeidlich ist. Wir als Väter haben Ehefrauen und Töchter und wollen diese in unserer Welt gefördert sehen. Aber Auswüchse des Feminismus werden wir stoppen und arbeiten an der Gleichberechtigung zwischen Eltern. Die fördernde Familienpolitik der SPD bzw. von Frau Schwesig, die ich persönlich kenne und sehr schätze finde ich in großen Teilen sehr gut und anerkennenswert. Unsere Zusammenarbeit mit der SPD auf bundespolitischer Ebene hat dazu geführt, dass die SPD das Wechselmodell jetzt unterstützt und damit mehr Gerechtigkeit in das Familienrecht einzieht, Kinder beide Eltern auch nach einer Trennung haben. Hier kann sich speziell die CDU/CSU einiges abschauen, die familienpolitisch noch in den 50iger Jahren lebt. Als Vater habe ich aber nicht nur Töchter, sondern auch einen Sohn und dieser braucht ebenfalls Förderung und Unterstützung dieser Gesellschaft, damit er ein gutes Leben mit einer Frau und vielleicht Kindern aufbauen kann. Das kommt immer mehr zu kurz und dass will der Kongress auch darstellen.  

Ziel unseres Kongresses ist nicht die Ausgrenzung und Diskriminierung, die wir selbst laufend an Familiengerichten erfahren. Ziel ist es als Netzwerk unterschiedliche Meinungen zum Gespräch zu bekommen und Betroffene zu informieren. Daher ist es besonders bedauerlich, dass wir als völlig unpolitischer Verein wieder von der Nürnberger Politik missbraucht werden und eine so wichtige Personen wie Herr Schmidt vom Jugendamt nicht sprechen darf. Wir wollten Brücken bauen und Vorbehalte abbauen und die gute Arbeit vorstellen, die wir besonders mit dem Jugendamt Nürnberg erreicht haben. Dies, damit Väter mehr Vertrauen in die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt gewinnen können. Herrn Schmidt hier rauszunehmen war ein Bärendienst und schlicht dumm. Dass die regionale Politik der Bundespolitik so nachhinkt, ist ebenfalls bedauerlich. Ich habe aber doch die große Hoffnung die herausragende Position, die Nürnberg erreicht hat, weiter ausbauen zu können und im Gespräch mit Hr. Dr. Maly weitere Fortschritte zu erreichen. 
 
Ich lege Ihnen unser Grußwort unseres Vorsitzenden als Link bei, der unsere Gesinnung sehr anschaulich formuliert hat.  
 
 
Hier finden Sie auch unsere Satzung, mit der Anerkennung der Deutschen Grundordnung. 
 
Wir würden uns freuen, wenn Sie besser recherchieren würden, als die Verleumdungen der Genderkongress-Kritiker nachzuplappern. 

Mit freundlichen Grüßen

André Roßnagel
2. Vorstand
Väter-Netzwerk e.V.
Ansbacher Straße 106, 90449 Nürnberg
e-Mail: vaeter-netzwerk@web.de
www.vaeter-netzwerk.de

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