Das Wechselmodell tut ihm gut

Wie gut ein Wechselmodell gelingen kann, schreibt uns in einem Gastbeitrag
Jasmina Petraklis.

 

 

 

Hallo ihr Lieben,

bei uns ist gerade Ferienhalbzeit.
Heute Abend kommt mein Zwerg nach 4 Wochen beim Papa wieder zurück.
Dann ist er 4 Wochen hier.

Mit 8 Jahren hat er für sich eine tolle Lösung gefunden, wenn ihm die Zeit zu lang wird.
Er schwingt sich aufs Fahrrad und besucht den jeweils anderen.
Mal spontan, mal ruft er vorher an.

In den 4 Wochen Papazeit hat unser Zwerg einmal bei mir übernachtet, auf seinen Wunsch und war 4x zu Besuch.

Die ersten fast 2 Wochen haben wir nichts voneinander gehört oder gesehen.
Dann wurde ihm die Zeit, seinen Worten nach, zu lang.
Kann ich sehr gut nachvollziehen. Normal sieht er Papa und mich im wöchentlichen Wechsel, da sind 4 Wochen dann ganz schön lang.

Gestern stand der Zwerg nochmal spontan für ein Eis, eine Kuschelstunde und ein paar klärenden Worte in der Tür.

Er hat mir ganz genau erklärt, wie er sich die nächsten 4 Wochen vorstellt: wann er den Papa besuchen möchte in der Zeit und dass er mindestens ein Mal, vielleicht auch zwei Mal beim Papa schlafen möchte.

Ich fand es ganz toll, dass der Kurze seine Wünsche und Vorstellungen ganz frei formulieren kann, ohne dass er sich Gedanken machen muss oder Sorge hat, wir würden da nicht drauf eingehen.
Einen seiner Wunschtermine mussten wir um 2 Tage verschieben, weil wir da noch ein paar hundert Kilometer weit weg sind, aber da war er ganz flexibel.

Ich bin unglaublich stolz auf unseren kleinen Großen.

Das Wechselmodell tut ihm gut. Er muss nicht wählen, er kann uns Beide haben und kann das leben.

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